Lena Strothmann


 

 

 

Liebe Bielefelder,

 

 

 

 

wir stehen zweifellos vor immensen Herausforderungen. Die Aufnahme von mehr als einer Million Menschen, die 2015 zu uns kamen, ist alles andere als leicht. Viele Freiwillige und Hauptamtliche engagieren sich rund um die Uhr, um Menschen, die bei uns Schutz suchen, Aufnahme und Unterbringung zu ermöglichen. Dabei ist allen bewusst, dass unsere Kapazitäten begrenzt sind und es gelingen muss, dass sich künftig weniger Menschen auf den Weg machen. Aber unabhängig davon ist eines vollkommen klar: Die größte und wichtigste Herausforderung, vor der wir langfristig stehen, ist die Integration. All jene, die schutzbedürftig sind und ein Anrecht auf Asyl bei uns haben, müssen wir in unsere Gesellschaft integrieren, ihnen unsere Werte vermitteln und eine Perspektive ermöglichen. Nur so kann ein Zusammenleben auf Augenhöhe und ohne Parallelgesellschaften funktionieren. Die Schlüssel dazu sind das Erlernen der deutschen Sprache und das Fußfassen auf dem Arbeitsmarkt. Um beides bemüht sich der DRK Förderverein, der unsere Grundwerte von christlicher Solidarität, Toleranz und Eigenverantwortung lebt, in besonderer Art und Weise. Durch solche Initiativen kann aus den Problemen der Gegenwart eine Chance für die Zukunft werden. Denn viele der Menschen, die nun zu uns kommen, haben großes Potential. Fähigkeiten, die wir hier vor Ort, beispielsweise im Handwerk, gut gebrauchen können.

 

Bei allem Verständnis für Sorgen und Bedenken: Persönlich bin ich wie die Bundeskanzlerin nach wie vor der Überzeugung, dass wir die Situation meistern, dass wir es „schaffen“ können – jedoch nur, wenn wir an einem Strang ziehen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass dies gelingen kann und unterstützen Sie den Förderverein für die DRK Flüchtlings- und Integrationsarbeit in Bielefeld!

 

Herzliche Grüße 

Ihre

 

 

 

Lena Strothmann MdB